Verhaltenskunde

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Begriffsbestimmungen   Sinnesleistungen
Wesensgrundlagen   Triebe und Instinkte
Umwelteinflüsse   Triebarten
Temperament   Triebbeschreibungen


Vorbemerkungen:

Der Hund begleitet den Menschen als Haustier seit Jahrtausenden.

Er verfügt über ein gutes Lernvermögen, besitzt jedoch nicht die biologischen Voraussetzungen zum Verstehen des begrifflichen Inhalts der menschlichen Sprache und zur Erfassung des menschlichen Denkens und Handelns.

Verhaltenskunde:
Sinn und Zweck eines Vorhabens im Rahmen der Ausbildung, können ihm daher nicht verständlich gemacht werden.


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Die Verhaltensweisen und Reaktionen eines Hundes erfolgen niemals aufgrund von ihm angestellter Überlegungen oder Kombinationen, sondern immer als Resultat seiner PSYCHO-PHYSISCHEN Eigenschaften und seiner situationsmäßig gewonnenen LEBENSERFAHRUNGEN.

Die Ausbildung des Hundes ist daher nur dann Erfolg versprechend, wenn
> er nicht vermenschlicht wird
> die Eigenschaften seines hundlichen Wesens berücksichtigt werden.



Begriffsbestimmungen:

Die Beschreibung des Wesens eines Tieres erfordert den Gebrauch einiger Begriffe aus den Gebieten,
> Anatomie,
> Psychologie;
> Physiologie,
> Ethologie.


Zum bessern Verständnis werden die wichtigsten Begriffe mit Kunzbeschreibung aufgeführt.
Abstrakt:
>gedanklich
Aggressivität:
>Angriffslust
Alpha:
>hier: den ersten rang
Anatomie (anatomisch):
>Lehre von der Form und dem Bau des Körpers in seiner Gesamtheit
Biologie (biologisch):
>Lehre von den Lebewesen
Caniden:
>hundeähnliche Tiere
Defäzieren:
>Kot absetzen
Funktion (funktionell):
>Tätigkeit
Gefühl:
>Erleben von Lust und Unlust im Zusammenhang mit bestimmten Umwelteinflüssen aufgrund nervaler Prozesse im Gehirn
Individuum:
>Einzelwesen, Einzelpersönlichkeit
Instinkte (instinktiv):
>Instinkte sind besondere Nerventätigkeiten und als solche der Steuermechanismus des Verhaltens
Konflikt >Zwiespalt, Auseinandersetzung
Konsequenz (konsequent):
> folgerichtig, zielbewusst
Labil:
>leicht zerstörbar, unbeständig
Nerval:
>durch die Tätigkeiten der Nerven, zu den Nerven gehörend
Neurose (neurotisch):
>psychische Krankheit infolge unnormaler Erlebnisreaktionen
Physiologie (physiologisch):
>Lehre vom Ablauf der Normalen (gesunden) psychischen und physischen Funktionen eines Körpers
Psychologie (psychologisch):
>Lehre von der Gesetzmäßigkeit und dem Ablauf der besondern Nerventätigkeiten

Reaktion:
>Rückwirkung/ Antwort eines Lebewesens auf einen innern oder äußeren Reiz
Reflex:
> vom Willen nicht beeinflussbare Reaktionen
Schema (schematisch):
>Muster, Vorlage, Form
Situation:
>Lage, Zustand
Spezifisch:
>arteigen, eigentümlich
Triebe:
> Triebe sind besondere Nerventätigkeiten und als solche der Motor des Verhaltens
Vegetativ:
>zum dem vom Willen nicht beeinflussbaren Teil des Nervensystems gehörend



Wesensgrundlagen:

Allgemeines:
Das Wesen eines Individuums ist ausschlaggebend für seine Reaktionen auf die Einflüsse aus seiner Umwelt.

Unter Wesen versteht man die Gesamtheit aller PSYCHO-PHYSISCHEN Eigenschaften= Ererbtes plus Erworbenes (Konstitution plus Kondition) eines Individuums. Das Wesen ist das Spiegelbild seiner Konstitution und seiner Kondition.

Die Konstitution ist die ererbte, unveränderliche Gesamtheit aller psycho- physischen Anlagen= Ererbtes (Konstitution) eines Lebewesens. Die Konstitution ergibt sich aus der Form und dem Bau des gesamten Körpers (Anatomie) sowie aus den Funktionen seiner Organe.

Es ist zwischen Psychischer und Physischer Konstitution zu unterscheiden.

Die Kondition ist die erworbene, stets wechselnde, durch Umwelteinflüsse formbare, durch die Konstitution vorgegebene augenblickliche psycho- physische Verfassung eines Lebewesens.

Es ist zwischen Psychischer und Physischer Kondition zu unterscheiden.


Umwelteinflüsse:

Sind Faktoren, die in irgendeiner Form auf ein Lebewesen einwirken und bei ihm individuelle Reaktionen oder Veränderungen bewirken. Die Reaktionen oder Veränderungen sind abhängig von der Art und Weise der Umwelteinflusse (positive oder negative), von der Konstitution und von der Kondition des betroffenen Lebewesens.

Aufgrund belastender Umwelteinflüsse kann sich das Wesen eines Hundes innerhalb kurzer Zeit negativ verändern.

Zur Erhaltung der Arbeitsbereitschaft unserer Hunde müssen die HF, auf folgende Einflüsse besonders achten.

Von folgenden Umwelteinflüssen (Faktoren) können Belastungsreize ausgehen:

Vom Hundeführer:
Häufiger Führerwechsel
Schlechte Betreuung /Fürsorge
Überforderung bei der Ausbildung
Ausbildung mit kranken Hunden
Zu wenig Einfühlungsvermögen
Keine klare Rangordnung
Ungeschickte bzw. unzweckmäßige Einwirkungen während der Ausbildung

Vom Helfer im Schutzdienst:
Zu wenig Einfühlungsvermögen
Ungeschicktes Verhalten

Psychische Eigenschaften:
Die psychischen Eigenschaften eines Lebewesensstellen sich als Spiegelbild seiner psychischen Konstitution und seiner Kondition dar. Sie sind untrennbar an die funktionelle Einheit des Nervensystems gekoppelt.
Es ist zu unterscheiden zwischen Einfacher und Besonderen Nerventätigkeiten.

Einfache Nerventätigkeiten:

Sind nieder organisierte nervale Vorgänge, die die einfache Beziehung zur Umwelt herstellen (z.B. Verdauung, Atmung, Schreck).

Besondere Nerventätigkeiten:
Sind höher organisierte nervale Vorgänge, die eine besonderte Beziehung zur Umwelt zustande bringen (z.B. Fluchtverhalten, Abwehrverhalten, Verhalten durch Lebenserfahrungen).

Besondere Nerventätigkeiten:
Die besonderen Nerventätigkeiten des Hundes stellen sich vorrangig dar als:
>Temperament
>Sinnesleistungen
>Triebe
>Instinkte
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Temperament:

Die persönliche Reaktionsform eines Individuums auf die Umweltreize wird als Temperament bezeichnet.

Nach Stärke, Ausgeglichenheit und Beweglichkeit dieser an die psychische Konstitution gekoppelten Reaktionen unterscheidet Pawlow folgende Typen:

Sanguiniker:
Ausgeglichen, beherrscht, in sich ruhend (stark), äußerst beweglich und reaktionsschnell (der ideal Hund)

Choleriker:
Ungezügelt, unausgeglichen, selbstbewusst (stark), beweglich und reaktionsschnell (weniger ideal)

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Phlegmatiker:
Ausgeglichen, ruhig, wenig beweglich und wenig reaktionsschnell (wenig geeignet)

Melancholiker:
Ängstlich, verschlossen, schwach und wenig leistungsfähig ( nicht für die Arbeit geeignet)
Diese Unterscheidung ist rein schematischer Art, weil die meisten Individuen Mischtypen sind.


Sinnesleistungen:
Die Sinnesorgane befähigen ein Lebewesen Umweltreize als Sinnesempfindungen wahrzunehmen.

Diese Fähigkeit wird als Sinnesleistung bezeichnet.

Aufgrund ihres Baues und ihrer Funktionen sind die Sinnesorgane Teile des Nervensystems. Sie werden daher unter Anatomie und Physiologie abgehandelt.

Zu den unstrittigen Sinnesleistungen gehören:
>Riechen
>Hören
>Sehen
>Tasten/ Fühlen
>Schmecken
>Gleichgewichthalten

Ob das Schmerzempfinden eine weitere Sinnesleistung darstellt, ist bis heute noch nicht geklärt.
Fest seht, dass der Schmerz als Schutz des Lebewesens vor dem Andauer schädlicher Einwirkungen durch die Umwelt aufgefasst werden muss.

Die Fähigkeit eines Individuums, sich durch Schmerzempfindungen nicht nachhaltig beeindrucken zu lassen, wird als Härte bezeichnet
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Triebe und Instinkte:
Triebe und Instinkte sind besondere Nerventätigkeiten, die sich in Form von angeborenen und dauernd auslösbaren Reaktionen auf vielerlei Umweltreize darstellen.

Sie sind die unabdingbaren Voraussetzungen für die Wechselbeziehung zwischen Lebewesen und Umwelt und somit die Garanten für die Art- und die Selbsterhaltung.

Ein Reiz löst bei dem betroffenen Lebewesen primär eine Reaktionsbereitschaft aus. Bei Fortdauer dieses Reizes erwächst aus dieser Bereitschaft als Reaktion ein dem Reiz angepasstes Verhalten.

Die Zielstrebigkeit des Verhaltens wird durch die Triebe, die Zielrichtung durch die Instinkte bestimmt.

Triebe= Motor
Instinkte= Steuer

Alle Triebe und Instinkte dienen vorrangig der selbst- und der Arterhaltung.

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Triebarten:

Selbsterhaltungstriebe:
Ernährungstrieb:
> Stöbertrieb
> Spürtrieb
> Jagdtrieb
> Beutetrieb
> Bringtrieb

Bewegungs- und Betätigungstrieb:
>Spieltrieb
>Fluchttrieb
>Selbstverteidigungstrieb

Arterhaltungstriebe:
>Geschlechtstrieb
>Pflegetrieb

Geselligkeitstriebe:
Aus den Selbst- und den Arterhaltungstrieben erwachsen bei allen gesellig lebenden Tieren die nachfolgend aufgeführten Geselligkeitstriebe, die nach der art des Zusammenlebens als Herden-, Meute- oder Rudeltriebe bezeichnet werden.
>Meutetrieb
>Hütetrieb
>Geltungstrieb
>Unterwerfungstrieb
>Kampftrieb
>Schutztrieb.

Merke:
Alle Triebe können dem vorgesehenen Verwendungszweck des Hundes entsprechend gefördert und/ oder gehemmt werden.

Triebe können nicht durch Ausbildung anerzogen oder beseitigt werden.

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Triebbeschreibungen:

Selbsterhaltungstriebe:
Der Ernährungstrieb ist mit einer Reihe von Trieben gleicher Zielrichtung verbunden, die den Hund veranlassen, Beutetiere aufzustöbern oder aufzuspüren, zu verfolgen (zu jagen), zu überwältigen und erbeutete Stücke (Teile) wegzutragen.

Stöbertrieb:
Er ermöglicht dem Hund das aufnehmen und Verfolgen einer Fährte aus der Luft (Windfährte) mit hoher Nase unter Einbeziehung der Augen und der Ohren.

Spürtrieb:
Er ermöglicht dem Hund das Aufnehmen und Verfolgen einer Fährte mit tiefer Nase (Bodenfährte)

Jagdtrieb:
Er veranlasst den Hund, die geruchlich, akustisch und/ oder optisch wahrgenommenen Beute aufzusuchen und zu verfolgen.

Beutetrieb:
Er veranlasst den Hund, die verfolgte Beute zu überwältigen, d.h. zu erbeuten.

Bring- und Apportiertrieb:
Er veranlasst den Hund, die erlegte Beute abzutransportieren, zu verstecken, zu vergraben und/ oder sie zu den Jungtieren zu bringen.

Der Bewegungs- und Betätigungstrieb reagiert sich bei den Wildhunden im täglichen „Kampf um‘s Überleben“ ab (Nahrungsbeschaffung, Auseinandersetzungen mit Meutegefährten, Flucht vor Feinden und Gefahren).

Der Haushund, dem dieser Überlebenskampf fremd ist, kann seine angestauten psychischen und physischen Energien nur durch vom Menschen gesteuerte Betätigungen, z.B. durch lange Spaziergänge, durch spielen und Ausbildung entladen.

Der Spieltrieb ist mit dem Bewegungs- und Betätigungstrieb verwand bzw. in ihm begründet und ist daher bei den meisten Haushunden auch noch im fortgeschrittenen Alter aktivierbar.

Der Fluchttrieb ist bei allen Caniden stark ausgeprägt.
Er äußert sich in Vorsicht, Zurückhaltung und Misstrauen gegenüber allem Unbekannten und gipfelt in dem Drang, sich scheinbaren und wirklichen Gefahren durch Flucht zu entziehen, sobald die Fluchtdistanz verkürzt wird.

Die Fluchtdistanz ist diejenige Entfernung zwischen Gefahrenquelle und bedrohtem Lebewesen, auf deren Verkürzung diese im Normalfall mit Flucht reagiert.

Der Selbstverteidigungstrieb erwächst als Notwehrreaktion aus dem Fluchttrieb, wenn nach Verkürzung der Fluchtdistanz eine Flucht nicht mehr möglich ist und das Tier sich unmittelbar bedroht fühlt

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Arterhaltungstriebe:
Der Geschlechts- oder Fortpflanzungstrieb ist der durch innere und äußere Reize ausgelöste Drang nach sexueller Bestätigung.

Beim Rüden beeinflusst der Geschlechtstrieb individuell stark den Geltungstrieb.

Stark ausgeprägter Geschlechtstrieb ist daher häufig die Ursache für die Auflehnung des Hundes gegen seinen Hundeführer.

Der Pflegetrieb äußert sich in der Bereitschaft der Elterntiere, sich eigenen und auch fremder Jungtiere anzunehmen, sich um sie zu kümmern, sie zu pflegen und zu ernähren.

Geselligkeitstriebe:
Die in den Geselligkeitstrieben wurzelnden Triebformen ermöglichen das Zusammen-Leben im Tierverband und somit das Überleben in schwierigen Situationen.

Sie sind bei den einzelnen Hunden unterschiedlich stark ausgeprägt.
Die Stellung der einzelnen Hunde innerhalb der Meute wird einerseits durch Imponier- oder Drohgebaren sowie durch Rangordnungskämpfe und anderseits durch Unterwürfigkeitsgebärden und Freundschaftsbezeugungen fortwährend abgeklärt.

Die Rangfolge in einer Meute befindet sich mithin in einem labilen Gleichgewicht und unterliegt daher ständigen Spannungen.

Der Haushund- in enger menschlicher Gemeinschaft lebend- betrachtet die Menschen als Artgenossen und daher folglich als Meuteführer, Meutekumpan, Rivalen oder Feind.
Je nach Wesensveranlagung versucht nun der Hund im Zusammenleben mit dem Menschen- mehr oder weniger ersichtlich- seinen Platz in der Reihenfolge abzuklären.

Eine arbeitsfähige Grundlage zwischen Hundeführer und Hund setzt daher voraus, dass der Hundeführer dem Hund seine Überlegenheit bewiesen hat und eindeutig die Rolle des Ranghöheren, d.h. die Rolle des Meuteführers (Leitfunktion), übernommen hat.
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Merke:
Häufiger Wechsel des Hundeführers, d.h. der Wechsel der Leitfunktion, verunsichert den betroffenen Hund.

Aus andauernder Verunsicherung erwächst dann ein gestörtes Verhalten des Hundes zu seiner Umwelt.

Aggressivität oder Passivität sind mithin die oft unausbleiblichen Folgen.

Der Hütetrieb zeigt sich im Bestreben des Hundes, seinen Heimbezirk und seine Meute vor nahenden Gefahren zu behüten, die Gefahrenquellen zu melden, sie durch Knurren/ Bellen zu verwarnen oder anzugreifen.

Für den Haushund wird seine Umgebung (Wohnung, Haus, Garten) zum Meuteterritorium /Heimbezirk und daher bei entsprechender Veranlagung von ihm bewacht und gegen Eindringlinge verteidigt.

Der Geltungstrieb zeigt sich im Bestreben des Hundes, innerhalb seiner Meute eine ranghöhere Stellung, wenn möglich die des Leithundes („Alpha-Tier“), einzunehmen. Der Geltungstrieb veranlasst den Hund Kampfhandlungen zu suchen, um dadurch dem Gegner in ernsthafter Auseinandersetzungen die eigene körperliche Überlegenheit zu beweisen

Der Unterwerfungstrieb zeigt sich in der Bereitschaft des Hundes, sich dem Ranghöheren zu unterwerfen, nachdem er dessen Überlegenheit erlebt hat.

Die Unterwerfungsbereitschaft (Unterordnungs-/ Subordinationsbereitschaft) ist die Voraussetzung für die Unterordnung des Hundes (Führigkeit) unter den Willen seines Hundeführers.

Der Kampftrieb zeigt sich im Bestreben des Hundes, seine Körperkraft zunächst im Spiel, mit zunehmenden Alter aufgrund der fortschreitenden Entwicklung des Geltungstriebes jedoch vorrangig und ernsthaft zur Abklärung der Rangfolge zu messen.

Der Kampftrieb der Hunde ist mit der menschlichen Rauflust vergleichbar.

Voraussetzungen für einen ausgeprägten Kampftrieb sind:
>Geltungstrieb:
>Innere Sicherheit, Unerschrockenheit
>Härte
>Physische Stärke (Muskelkraftgefühl)

Die „Innere Sicherheit“ des Hundes hat ein belastbares Nervensystem und das Gefühl körperlicher Kraft zur Voraussetzung. Sie ist mit der menschlichen Selbstsicherheit vergleichbar.

Die „Unerschrockenheit“ resultiert aus der Inneren Sicherheit. Sie zeigt sich in der Fähigkeit des Hundes, unbekannten Situationen standzuhalten und ihnen zu begegnen sowie in seiner Bereitschaft, Bedrohungen angreifend entgegenzutreten.

Unter „Härte“ des Hundes versteht man seine Fähigkeit, Unannehmlichkeiten (z.B. bei der Ausbildung oder im Kampf) hinzunehmen, ohne sich dadurch im Moment oder auf Dauer wesentlich bzw. nachhaltig beeindrucken zu lassen.


Merke:
Niemals darf durch Ausbildungsmaßnahmen die Grenze der Erträglichkeit überschritten werden.

Der Schutztrieb zeigt sich in der Bereitschaft des Hundes – vorrangig des Haushundes – seinen von Gefahren bedrohtem Meutegefährten beizustehen und ihn zu verteidigen.

Merke:
Jedem Lebewesen sind – entsprechend seiner Konstitution und seiner Kondition – Grenzen in seiner psycho- physischen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit gesetzt, die durch KEINERLEI Umwelteinflüsse überschritten werden können/ dürfen
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Von einen Hund entgegen dieser Erkenntnis nicht bringbare Leistungen zu fordern, stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz § 3 Abs. 5 dar.



   

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