Erstmaßnahmen

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Bei Erkrankungen oder Verletzungen bei Hunden:

Maßnahmen:

Der Ersthelfer muss ausreichende Kenntnisse über die Grundlagen der Erstmaßnahmen für verletzte und erkrankte Hunde besitzen.

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Zur Versorgung oder Behandlung vom erkrankten oder verletzten Hund muss der jeweilige HF bei seinem Hund bleiben.

Wichtig:

Bei schweren und schmerzhaften Verletzungen ist es erforderlich, das der HF sich bis zur Übernahme durch den Tierarzt ständig bei seinem Hund aufhält, um diesen zu beruhigen.

Erstmaßnahmen sind erforderlich bei:

> schweren Verletzungen (Unfall, Beißerei, Verbrennungen) und bei

> lebensbedrohenden / akuten Erkrankungen (Hitzschlag, Schock).

Merke:

In jedem Notfall ist besonnenes Handeln unbedingte Voraussetzung für eine wirksame Hilfeleistung. Nur wenn der HF die Ruhe bewahrt und er daher erkennen kann,
> was geschehen ist und
> welche Gefahr dem Hund droht.
Ist er in der Lage, zielstrebig die Erstmaßnahmen durchführen zu können.

Erstmaßnahmen durch den HF werden erforderlich bei:

>Verbrennungen/ Verbrühungen,
>Knochenbrüchen,
>Lahmheiten,
>starken Blutungen,
>Hitzschlag,
>Schock.


Verbrennungen/Verbrühungen:
Sie müssen sofort mit kaltem Wasser gespült werden. Brandsalben dürfen nicht ohne tierärztliche Anordnung aufgetragen werden, da die Hunde durch ablecken schädliche Bestandteile der Salben aufnehmen können.

Knochenbrüche:
Der verletzte Hund muss ruhig gelagert werden, der gebrochene Knochen muss in seiner Lage verbleiben.

Nicht Schienen !!!
Bei offenen Brüchen ist nur ein leichter keimfreier Notverband (Verbandspäckchen) anzulegen, um die Wunde vor Verschmutzung zu schützen.

Lahmheiten:
Die betroffenen Gliedmaßen müssen sofort auf eingedrungene bzw. zwischen Zehen oder Ballen festgeklemmte Fremdkörper und auf Verletzungen wie durchgelaufene Ballen und Scheuerstellen untersucht werden.

Starke Blutungen:
Bei Verletzungen werden immer Blutgefäße/ Adern beschädigt, wodurch Blutungen entstehen, die gestillt werden müssen.

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Merke:

Schlagadern- >ARTERIEN< führen das Blut vom Herzen weg.

Blutadern- >Venen< führen das Blut zum Herzen hin.

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Aus verletzten Schlagadern fließt oder spritzt im Rhythmus des Herzschlages stoßweise hellrotes Blut.

Aus verletzten Blutadern fließt oder sickert gleichmäßig dunkelrotes Blut.

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Bei den meisten Wunden sind kleine Venen und Arterien verletzt, so dass eine Unterscheidung der Blutungsart nicht möglich ist. Deshalb ist für die Blutstillung nicht die Blutungsart~ ob venös oder arteriell~ sondern die Blutungsstärke entscheidend.

Bei schnellem Verlust von mehr als o,5 Liter Blut kann beim Hund bereits Lebensgefahr bestehen.

!!! Sofort die Blutung stillen !!!

Blutstillung:
Bei Sickernden/ Tropfenden Blutungen erfolgt die Blutstillung durch einen keimfreien Verband mittels eines Verbandpäckchens. Dadurch wird die Bildung eines Blutgerinnsels zwischen der Wunde und dem Verband ermöglicht, wodurch die Blutung zum stillstand kommt.

Bei Rinnenden/ Fliessenden Blutungen erfolgt die Blutstillung ebenfalls durch einen keimfreien Verband mit dem Verbandspäckchen,
wobei die blutstillende Wirkung des Verbandes durch Druck mit der Hand auf die Wundauflage verbessert wird. Der Druck ist wenigstens 5 bis 7 Minuten lang auszuüben, damit das Blut gerinnen und die Wunde verschließen kann.

Steht die Blutung danach nicht, muss ein Druckverband angelegt werden.

Druckverband:
Ein richtig angelegter Druckverband stillt fast alle Blutungen. Er besteht aus einem dicken Druckpolster, dass fest auf den bereits angelegten Wundverband gebunden wird.

Das Druckpolster muss hoch und elastisch sein, damit eine Stauung vermieden wird.

Speziell geeignet dazu ist ein ungeöffnetes Verbandpäckchen. Zum befestigen des Druckpolsters kann das Dreieckshalstuch verwendet werden.

Hitzschlag:
Als Erstmaßnahme den Hund in den Schatten bringen und ihn auf kühle Erde legen. Wenn möglich, den Kopf mit nasskalten Tüchern kühlen.

Sobald sich der Hund erholt hat, ist er ggf. behutsam zu einem Tierarzt zu transportieren.

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Schock:
Hunde die unter Schock stehen, neigen bei plötzlichem unvorsichtigem Berühren zum Umsichbeißen. Es ist daher auch für den HF im Umgang mit seinem unter Schock stehendem Hund äußerste Vorsicht geboten.

Aus diesem Grunde dürfen unter Schock stehende Hunde nicht sofort transportiert werden.
Erkennt uns der Hund zuverlässig, sind weitere Maßnahmen durchzuführen.

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